Der tägliche Kampf im Umgang mit Zielvorgaben

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was der ganze Aufwand zur Organisation eines Zielvereinbarungssystems überhaupt soll. Am Ende des Beurteilungszeitraumes diskutieren Ihre Führungskräfte nicht mit den Mitarbeitenden über die Zielerreichung, sondern ausschließlich über die Höhe des Bonus. Unternehmerische und persönliche Ziele verschwinden fast vollständig aus dem Blick. Die Zielvereinbarung greift letztendlich nicht. Aber warum ist das so?Quelle: http://pillkahn.de/?p=740, mit freundlicher Erlaubnis von Prof. Dr. Pillkahn

Zunächst einmal sollten Sie ihr System an sich hinterfragen und dabei auch überlegen, ob ihre Führungskräfte auch in der Lage sind, ein solches System als Steuerungsinstrument zu nutzen. Vor allem, ist dies aus der Top-Managementperspektive überhaupt gewollt?

Vermehrt werden Ziele top down vorgegeben. Ein Diskurs über Sinn und Zweck und vor allem über individuelle Beeinflussungsmöglichkeiten finden erst gar nicht statt. Dabei geht jeder Mensch individuell mit Vorgaben um. Grundlegend ist es sehr schwer und unangenehm Dingen hinterher zu hetzen, die uns andere, scheinbar willkürlich vorgegeben. Wir wollen uns erfolgreich fühlen. Aber wie kann das gelingen? Aus unserer Sicht bringt folgende Definition, angelehnt an Paul J. Meyer, das Problem auf den Punkt:

 Erfolg ist die schrittweise Verwirklichung selbst vorher bestimmter, erstrebenswerter Ziele.

Daraus ergeben sich die wesentlichen Herausforderungen für funktionierende Zielvereinbarungssysteme.:

 selbst bestimmt   -   erstrebenswert   -   schrittweise Verwirklichung

Wie soll nun ein top down vorgegebenes Ziel „selbst bestimmt“ sein? Dazu sollte z.B. den Mitarbeitenden bewusst gemacht werden, welche Bedeutung er/sie im System des Unternehmens hat und welchen konkreten, wichtigen Beitrag er/sie zum Unternehmenserfolg leistet.

„Erstrebenswert“ wird ein unternehmerisches Ziel für Mitarbeitende nur sein, wenn sie sich mit dem Unternehmen und vor allem mit den Werten des Unternehmens identifizieren können. Gelingt dies, sind auch für die einzelne Person unternehmerische Ziele erstrebenswert.

Eine „schrittweise Verwirklichung“ erfordert kontinuierliches Feedback. Die verantwortlichen Führungskräfte haben die Aufgabe den einzelnen Mitarbeitenden immer wieder Feedback zu geben und Unterstützung anzubieten. Die erfolgreiche Bewältigung von Zwischenzielen erhöht das Selbstwertgefühl und damit die Motivation.

Wir müssen uns auch verdeutlichen, dass Mitarbeitende nicht wegen eines monetären Bonus ein Ziel erreichen wollen. Der Bonus ist nur Mittel zum Zweck. Der eigentliche Motivationstreiber ist nicht das Geld selbst, sondern die Dinge, die man mit dem Geld verwirklichen kann. Wissen Sie zu wenig über die persönlichen Ziele ihrer Mitarbeitenden, werden Sie es immer schwer haben erfolgsversprechende Zielvereinbarungen zu realisieren. Befassen Sie sich mit den Motiven Ihrer Mitarbeitenden.

Machen Sie ihre Führungskräfte fit und nutzen Sie unsere Erfahrungen. Egal ob Sie mit einem Tagesworkshop zum Thema Ziele einsteigen oder gleich ein mehrmonatiges Programm zur Persönlichkeitsentwicklung nutzen. Wir geben Ihren Führungskräften das methodische Handwerkszeug. Wenn Sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden, vermitteln wir nicht nur Methodenkompetenzen, sondern erarbeiten auch konkrete, praktische Maßnahmen und setzen diese mit Ihnen gemeinsam um. Wir helfen Ihnen, fordern Sie uns heraus!