Nettolohnoptimierung - Was ist das?

Es wird gerade in letzter Zeit viel über die schlechte Bezahlung in verschiedenen, und wie jetzt hoffentlich alle wissen, systemrelevanten Branchen gesprochen und geschrieben. Es ist schon bemerkenswert, dass in Bereichen, die fiktive Werte durch die Welt schieben deutlich höhere Löhne gezahlt werden als in Bereichen, in denen man Dienst am Menschen leistet. Man könnte meinen, es ist ein Spiegelbild des Werteverfalls in unserer Gesellschaft. Wie konnte es nur eine solche Entwicklung geben? Und wie reagiert die Gesellschaft, unsere politische Elite darauf?

Erinnern wir uns kurz: Vor nicht allzu langer Zeit verzockten Finanzinstitute Milliarden an den Börsen. Warum? Um gigantische Profite zu generieren, die man natürlich nicht spenden und die man im Idealfall sogar an den Finanzämtern vorbei in Steueroasen irgendwo auf der Welt horten wollte. Dummerweise platzte die Blase und was ist passiert? Richtig, die Zocker wurden mit Milliarden an Steuergeldern gerettet. Warum? Weil das Bankensystem angeblich systemrelevant sei. Ich persönlich gehe ja davon aus, dass bei der Pleite einer Bank, der Platz dieser Bank sehr schnell von einer anderen Bank eingenommen wird. Und ganz ehrlich, auch wer als Privatanleger hoch riskante Deals eingeht, muss damit leben das es schief geht. Aber, es ist wie es ist - die Banken wurden gerettet und haben meines Wissens die Hilfsgelder bis heute nicht zurückgezahlt. Nein, man zockt wieder und freut sich über Dividendenzahlungen an Aktionäre. Irgendwie ein schräges Bild, wenn zeitgleich Steuergelder für dringend benötigte Investitionen des Staates fehlen und wenn "echte" systemrelevante Bereiche unterfinanziert sind. Aber, dieser eher wertevernichtende Bereich zahlt auch noch überproportional hohe Gehälter. Und in diesem Umfeld werden auch Optimierungsmöglichkeiten genutzt, mit denen man aus dem Brutto mehr Netto herausholt. Aber dazu später mehr.

Kommen wir nun ins heute und jetzt: Da erwischt uns eine weltweite Pandemie und wir merken sehr deutlich worauf es wirklich ankommt. Jetzt stehen "echte" systemrelevante Dienste im Fokus. Seit Jahren vernachlässigt, häufig unterbezahlt und in Folge der schlechten Bezahlung auch unterbesetzt. Auch jetzt werden Milliardenhilfen durch den Staat beschlossen und in vielen Fällen auch zu Recht. Aber in den systemrelevanten Bereichen kommt nicht wirklich viel an. Keine bessere Bezahlung, keine Verbesserung der Attraktivität dieser Jobs. Eventuell eine einmalige Prämie - wow!!! So wird man sicher keine nachhaltige Verbesserung in diesen Bereichen erreichen. Wenigstens eines ist passiert, die Bedeutung der systemrelevanten Bereiche für unsere Gesellschaft ist stärker ins Bewusstsein der meisten Menschen gekommen. Leider können sich die dort Beschäftigten davon auch nichts kaufen. Interessant bleibt aber auch, dass ausgerechnet in den Bereichen, in denen eher niedrigere Gehälter gezahlt werden, kaum Gehaltsoptimierungsmöglichkeiten genutzt werden.

Aber was sind denn nun diese Optimierungsmöglichkeiten? Wie macht man mehr Netto aus dem Brutto und schont dabei auch noch die Kassen des Arbeitgebers? Einige Möglichkeiten sind bekannt und werden auch genutzt, komischerweise aber eher bei denen, die ohnehin schon hohe Gehälter haben. Dazu gehören zum Beispiel der Dienstwagen und die betriebliche Altersvorsorge. Das statt Dienstwagen auch Dienstfahrrad oder das Dienst-E-Bike genutzt werden kann wissen die Wenigsten. Und auch der Kleinwagen kann als Dienstwagen gelten. Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es inzwischen besondere Förderungen für Geringverdiener, also auch dort lohnt es sich mal genauer hinzusehen. Und es gibt noch vieles mehr: bis zu 500 € brutto für netto kann der Arbeitgeber für Gesundheitsprävention spendieren, ca. 1.000 € pro Jahr können brutto für netto in Form eines Gutscheinsystems oder Pre-Paid-Card-Systems an Mitarbeiter gegeben werden. Und das ist längst noch nicht alles. Steuerfreie Zuschüsse zur Verpflegung, steuerfreie Erholungsbeihilfen und und und... Warum aber nutzen dies so wenige Arbeitgeber in den Bereichen mit eher geringer Bezahlung? Gerade da zählt doch jeder Euro mehr im Portemonnaie. Dabei kann der Arbeitgeber damit sogar noch die Lohnnebenkosten senken. Sind diese vielfältigen Möglichkeiten zu wenig bekannt? Wird nicht ausreichend auf diese Möglichkeiten hingewiesen?

Sie möchten mehr darüber erfahren und prüfen, ob diese Möglichkeiten auch in ihrem Unternehmen sinnvoll anwendbar sind. Dann lassen Sie sich unverbindlich beraten. Sie können mich hierzu gern ansprechen.