Restrukturierung - Worauf kommt es an?

Gerade in der jetzigen Zeit werden viele Unternehmen an einer Reorganisation oder Restrukturierung nicht vorbeikommen. Wie packt man ein so heikles Thema aber an?

Zunächst einmal muss klar sein, dass insbesondere die interne Kommunikation gut organisiert werden muss. Neben Kunden und Lieferanten sind die Beschäftigten in einem besonderen Fokus, denn gerade Sie sind es, auf die es in Krisenzeiten ankommt. Wichtig ist hier eine schnelle und vor allem offene und ehrliche Kommunikation. Die Beschäftigten sehen jeden Tag wie es um das Unternehmen steht. Somit ergibt es schlichtweg keinen Sinn hier Informationen zurückzuhalten. Ihr Unternehmen ist mitbestimmt? Dann möglichst früh auf die Mitbestimmung zugehen und im Idealfall gemeinsam Lösungswege entwickeln.

Sie trauen Ihrer Mitbestimmung nicht über den Weg? Warum ist das so? Was hat zu Misstrauen geführt und wie kann man Misstrauen abbauen? Ein Umfeld konstruktiver Zusammenarbeit hilft allen Beteiligten. Sie sind unternehmerisch tätig, also sind Sie in der Verantwortung ein solches Umfeld zu schaffen.

In Krisenzeiten sind alle Kräfte eines Unternehmens gefragt und es sollte das gemeinsame Ziel sein, das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens und damit auch Arbeitsplätze zu sichern. Ganz entscheidend ist der wertschätzende Umgang miteinander, das gilt für Management, Mitbestimmung und Belegschaft. Kein einziger Beschäftigter hat eine wirtschaftlich kritische Situation verschuldet. Häufig sind externe Einflüsse und eine Kombination vieler verschiedener interner und externer Faktoren ausschlaggebend für die Notwendigkeit einer Reorganisation oder Restrukturierung. Dieser Fakt sollte in der Kommunikation eine gewichtige Rolle spielen.

Sie fühlen sich unsicher und wissen nicht genau wie Sie solch ein Thema anpacken sollen? Dann nutzen Sie einen Profi und lassen sich zielgerichtet unterstützen. Im Idealfall finden Sie einen Experten, der durch eigenes Erleben umfassende Erfahrungen sammeln konnte und Sie durch die schwierige Zeit navigieren kann.

Ich habe selbst eine Vielzahl an Reorganisationen und Restrukturierungen erlebt. Zu Beginn meiner beruflichen Karriere als ehrenamtlicher Vertreter in verschiedenen Mitbestimmungsgremien, später als verantwortlicher Personaler und aktuell als freiberuflicher Berater, der Unternehmen durch derartige Projekte begleitet. Die persönliche Erfahrung geht soweit, dass am Ende eines Projektes mein eigener Arbeitsplatz entfallen ist und ich mich selbst beruflich neu orientieren musste. Mehr Authentizität in diesem Kontext ist wohl kaum zu finden und Authentizität ist gegenüber den betroffenen Menschen in einem solchen Prozess von entscheidender Bedeutung.

Gehen Sie ein Reorganisationsvorhaben strukturiert an. Lassen Sie sich auch in Drucksituationen nicht aus der Ruhe bringen und bei Bedarf professionell unterstützen. Identifizieren Sie zunächst den tatsächlichen Anpassungsbedarf, binden Sie frühzeitig Ihre Mitbestimmungsgremien ein, entwickeln Sie ein entsprechendes Kommunikationskonzept, bereiten Sie Ihre Organisation auf die Veränderung vor (Führungskräfte auf Mitarbeitergespräche vorbereiten, Personalabteilung prozessual vorbereiten usw.) und gehen Sie dann in eine zügige Umsetzung. Das schlimmste für betroffenen Beschäftigte ist nicht die Tatsache, dass man selbst betroffen ist, sondern die Ungewissheit. Daher ist es wichtig schnell Klarheit zu schaffen. Dazu gehört auch, möglichst schnell flankierende Maßnahmen kommunizieren zu können. Hierzu gehören zum Beispiel auch Inhalte eines Sozialplanes oder wenn dies sinnvoll erscheint, Inhalte eines Freiwilligenprogramms. Geschwindigkeit und Klarheit sind wesentliche Faktoren für eine erfolgreiche Reorganisation oder Restrukturierung.

Bleiben Sie auch in schwierigen Zeiten auf Kurs. Sollten Sie Unterstützung beim Navigieren benötigen, melden Sie sich gern bei mir.